Die Ballade von Ronan McCoy
Roman | Mutmachende Coming-of-Age-Geschichte über Freunde, Verluste und den schmerzhaften Moment, in dem Erwachsenwerden unvermeidlich wird.
Übersetzt von: Frauke Czwikla
Colin Morgan im Interview zu seinem Roman »Die Ballade von Ronan McCoy«
Sie sind als Schauspieler für Ihre Ausdruckskraft bekannt. Wie unterscheidet es sich für Sie, eine Figur durch Mimik und Stimme zum Leben zu erwecken, im Vergleich dazu, die innerste Gefühlswelt auf Papier zu bannen?
Körperlicher Ausdruck entsteht immer aus einem tiefen inneren Erleben heraus. Als Schauspieler bewege ich mich daher auf einem Terrain, das mir sehr vertraut ist und das mich bis heute fasziniert. Der große Unterschied beim Schreiben eines Romans besteht darin, dass ich nicht nur in eine einzige Figur schlüpfe, sondern gleichzeitig die inneren Gefühlswelten vieler Figuren bewohne. Ich bewege mich durch ihre jeweiligen Lebensgeschichten, lasse ihre individuellen Stimmen hörbar werden und gebe jeder Figur die Freiheit, ihren eigenen Weg zu gehen. In diesem Sinne hat das Schreiben – betrachtet durch die Brille meiner Arbeit als Schauspieler – durchaus etwas von einer One-Man-Show.
Die zentrale Frage des Buches ist, ob es Verrat an der Freundschaft ist, gemeinsame Träume allein zu verwirklichen. Wie lautet Ihre persönliche Antwort darauf?
Ich denke, Einsamkeit ist eines der zentralen Themen dieser Geschichte. Die Einsamkeit, die wir in der Schulzeit empfinden können, wenn wir das Gefühl haben, nicht dazuzugehören. Die Einsamkeit nach einer Tragödie und der Schmerz, der uns von anderen entfremden kann. Oder die Einsamkeit, die entsteht, wenn wir um Menschen oder Dinge trauern, die zwar nicht verschwunden sind, sich aber so verändert haben, dass wir nicht mehr wissen, wie wir ihnen begegnen sollen. Vieles im Leben müssen wir letztlich allein bewältigen – aber das bedeutet nicht, dass wir uns einsam fühlen müssen. Ich persönlich glaube, dass das Einsamste wäre, stehen zu bleiben und die Welt ohne einen weiterziehen zu lassen. Das käme für mich einem Verrat an einer Freundschaft gleich, deren Wesen gerade darin bestand, gemeinsam hoch hinauszuwollen.
Was möchten Sie LeserInnen mitgeben, die sich vielleicht gerade selbst in einer Situation befinden, in der sie einen geliebten Menschen „verlieren“, während ihr eigenes Leben weitergehen muss?
Mr. Feeney bringt es im Roman am schönsten auf den Punkt: „Trauer ist Liebe. Je größer die Trauer, desto größer die Liebe.“ Wir sollten uns bewusst machen, dass ein so tiefer Schmerz nur deshalb existiert, weil ihm eine ebenso tiefe Liebe vorausgeht. Das macht die Situation nicht leichter. Aber gerade dann, wenn der nächste Schritt unmöglich erscheint, kann dieser Gedanke Hoffnung schenken.
- Verlag: Droemer HC
- Übersetzt von: Frauke Czwikla
- Erscheinungstermin: 01.10.2026
- Lieferstatus: Lieferung ab 01.10.2026
- ISBN: 978-3-426-56641-1
- 368 Seiten
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„Ein zarter, eleganter Roman über die Schönheit und Bedeutung von Freundschaft … Eines der bewegendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe.“
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„Ein schmerzlich optimistisches Buch, das uns das Herz bricht und zugleich zum Lachen bringt.“
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„Dieses beeindruckende und originelle Debüt über Trauer, Verlust und die unvergängliche Kraft der Liebe besticht durch eine frische und authentische Stimme.“
Christine Dwyer Hickey, Christine Dwyer Hickey, 16. März 2026 -
"Ein einfühlsames und kluges Debüt eines Schriftstellers, der die emotionalen Möglichkeiten des Erzählens auslotet – und daran glaubt, dass Mitgefühl selbst eine Form von Stärke und Durchhaltevermögen sein kann.“
The Irish Times -
„Ich habe diese gleichermaßen herzzerreißende wie herzerwärmende Geschichte über Freundschaft und Hoffnung geliebt.“
Sarah Lawrence, Daily Mail -
„Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihnen das Herz gebrochen wird – und halten Sie beim Lesen unbedingt Taschentücher bereit.“
Belfast Telegraph -
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